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Zacharias II Hogels materialreiche Stadtchronik ist für die Erforschung der Geschichte Erfurts von großer Bedeutung und wird in der einschlägigen Literatur häufig zitiert. Allerdings scheint eine intensivere Beschäftigung mit der Handschrift erst im 19. Jahrhundert eingesetzt zu haben. Auf ihren Wert hat die Stadtgeschichtsforschung wiederholt hingewiesen, das Werk bibliographisch beschrieben und seine Eigenart ausführlich gewürdigt. Wichtige Erwähnungen der Chronik finden sich u. a. in folgenden Publikationen:
 

Kaspar Friedrich Lossius: Helius Eoban Hesse und seine Zeitgenossen. Ein Beitrag zur Erfurthischen Gelehrten- und Reformationsgeschichte. Gotha 1797, S. XV:
 

„Auch erhielt dieses Bibliothek [des Evangelischen Ministeriums] vor einigen Jahren durch die Güte des hiesigen Herrn Stadtschreiber Hogels, das wichtige Geschenk des Originals von der sehr schätzbaren handschriftlichen Chronik, die von den Vorfahren dieser alten angesehenen Erfurthischen Familie bis auf die neuern Zeiten fortgesezt worden.“
 

Heinrich August Erhard: Kurze Uebersicht der älteren Geschichte von Erfurt, nebst einer kritischen Nachricht von den bisherigen Bearbeitungen der Erfurtischen Geschichte überhaupt. In: Sächsische Provinzial-Blätter für Stadt und Land. Erfurt 1822, Erstes Stück, S. 10-34, hier S. 16-18:
 

„Unter allen älteren und neuern Bearbeitungen der Erfurtischen Geschichte ist diese bei weitem die vorzüglichste. Durch fleißige Erforschung und Zusammenstellung der Begebenheiten, sorgfältiges Urkunden=Studium, gute Beurtheilung, richtige Ansichten und Unpartheilichkeit zeichnet sie sich vor allen ähnlichen Werken aus, und ist für die Erfurtische Geschichte ein wahrer Schatz“ (S. 17)
 

Karl Herrmann: Bibliotheca Erfurtina. Erfurt in seinen Geschichts- und Bild-Werken. Erfurt 1863, S. 123-125 [mit Erwähnung der Abschrift, die sich damals im Besitz des Verfassers befand und heute im Stadtarchiv Erfurt aufbewahrt wird]:
 

„Sein [Hogels] Werk bildet eine reiche Fundgrube der wichtigsten Nachrichten über Erfurt im Allgemeinen und dessen Gelehrtengeschichte insbesondere.“ (S. 124)
 

Alfred Overmann: Die wichtigsten Erfurter Chroniken vom 12. bis zum 19. Jahrhundert. In: Ders.:Aus Erfurts alter Zeit. Gesammelte Aufsätze zur Erfurter Kulturgeschichte. Erfurt 1948, S. 29-37, hier S. 32-34:
 

„Sie ist nicht nur die umfangreichste, sondern zweifellos auch die bedeutendste und wertvollste aller Erfurter Chroniken […]. […] Selbstverständlich hat Hogel die früheren Chroniken benutzt, aber mit selbständigem Urteil und in einer vorzüglichen sprachlichen Darstellung. Außerdem – und das ist das Wichtigste – hat er die Akten, Rechnungen und Urkunden des Stadtarchivs verwertet und uns dadurch unschätzbare Nachrichten aus der städtischen Verwaltung überliefert, die sonst verlorengegangen wären […]. […] Die Hogelsche Chronik ist bisher noch nicht gedruckt.Langjähriger Wunsch aller Erfurter Geschichtsfreunde ist es, daß auch diese beste und wichtigste aller Erfurter Chroniken endlich einmal durch Druck veröffentlicht und damit allen zugänglich gemacht werden möge.“
 

Hans Henning: Faust und Luther in Erfurt. In: Aus der Vergangenheit der Stadt Erfurt N. F. 1 (1985), S. 56-70, passim.
 

Holger Berg: Military Occupation under the Eyes of the Lord. Studies in Erfurt during the Thirty Years War. Göttingen 2010 (Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte, 103), S. 304-306.

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